Die Einstellungsvoraussetzungen für den Feuerwehrberuf – Das sollten Sie mitbringen!

 

 

Bevor Sie sich formal um eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr bewerben, sollten Sie sich ausführlich über das Berufsbild informiert haben. So verlockend es auch sein mag, als Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann bei der Ausübung des dienstlichen Alltags einen beamtenrechtlichen Status mit all den bekannten Vorteilen inne zu haben, so bringt der Beruf auch Kompromisse mit sich, zu denen Sie bereit sein müssen, diese einzugehen.

 

Neben der rein körperlichen, teils anstrengenden Dienstverrichtung kommen auch Faktoren auf Sie zu, die Sie unter Umständen psychisch belasten könnten. Sofern Sie verheiratet sind und Familie haben, bedenken Sie bitte auch, dass Sie als Mitarbeiter/-in der Feuerwehr auch an Wochenenden und Feiertagen 24-Stunden-Dienst leisten. Dies sollten Sie vorher berücksichtigen und mit Ihrem Partner besprochen haben. Nur so lässt sich Familie und Beruf für beide Seiten konfliktfrei miteinander vereinbaren.

 

Im mittleren und gehobenen Dienst werden Sie ausschließlich im Brandschutz und der Hilfeleistung sowie im Rettungsdienst eingesetzt. Zusätzlich nehmen Sie im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst regelmäßig auch Führungsfunktionen und mit Personalverantwortung wahr. Von Bedeutung sind hierbei sicherlich eine teamorientierte und kooperative Personalführung sowie eine einsatzfreudige, aufgeschlossene und verantwortungsbewusste Einstellung zum Beruf.

 

Neben der Bereitschaft Schichtdienst zu leisten sowie einer hohen physischen und psychischen Belastbarkeit, sollten Sie folgende Einstellungsvoraussetzungen erfüllen:

  • Staatsangehörigkeit eines EU-Staates oder der Länder Norwegen, Island, Liechtenstein oder Schweiz

 

Für den mittleren Dienst:

  • Hauptschul- oder höherwertiger Schulabschluss sowie
  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem handwerklich technischen oder einem anderen für den Feuerwehrdienst geeigneten Beruf. Wichtig ist, dass bis zum genannten Einstellungsdatum die Berufsausbildung vollständig abgeschlossen und durch ein Prüfungszeugnis oder eine Urkunde bei medizinischen Berufen nachgewiesen ist).

 

Für den gehobenen Dienst:

  • Mindestens Abschlusszeugnis einer Fachhochschule (FH) oder in einem entsprechenden Studiengang einer Gesamthochschule (technischen Fachrichtung)

 

  • Gültige Fahrerlaubnis der Klasse B (früher Klasse 3) bis zur Einstellung
  • Höchstalter bei Ausbildungsbeginn: 38 Jahre und 6 Monate (mittlerer Dienst) bzw. 38 Jahre (gehobener Dienst)
  • Einwandfreies Führungszeugnis (wird zum Einstellungsbeginn angefordert)
  • Brillen- und Kontaktlinsenträger werden ärztlich auf ihre Tauglichkeit untersucht (dabei darf der Wert auf einem Auge den Wert von 3,0 Dioptrien nicht überschreiten).
  • Uneingeschränkte Feuerwehrdienst- und Atemschutztauglichkeit nach G 26 (amtsärztliche Untersuchung erfolgt vor der Einstellung)

 

Zudem setzen viele Feuerwehren voraus, dass Sie Ihren Wohnsitz in die jeweilige Stadt bzw. in die unmittelbare Umgebung verlagern. Klären Sie dies im Vorfeld bei Ihrer Bewerbung rechtzeitig bei der jeweiligen Feuerwehr ab. Sie sollten auch diesen Umstand ggf. mit Ihrem Partner (und Kindern) thematisieren, da bei einem Umzug eine große Umstellung auf alle Beteiligten zukommt.

 

 

 

Die Bewerbung im mittleren und gehobenen Dienst – So bewerben Sie sich richtig!

 

Sofern Sie die o. g. Voraussetzungen erfüllen und sich dazu entschieden haben, sich bei der Feuerwehr als Brandmeister/-in oder im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst zu bewerben, sollte Ihre Bewerbung folgende Unterlagen (als Kopie) enthalten:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Alle schulischen Abschlusszeugnisse (z. B. Fachhochschul-, Gesamthochschul-, Hochschulabschlusszeugnis)
  • Für mittleren Dienst: Facharbeiter- bzw. Gesellenbrief
  • Zeugnisse sämtlicher Beschäftigungsverhältnisse
  • Nachweise über Zusatz- bzw. Sonderausbildungen (z. B. der Freiwilligen Feuerwehr)
  • Nachweise über Sportprüfungen oder –ausbildungen
  • Fahrerlaubnis (Vor- und Rückseite)
  • Geburtsurkunde
  • ggf. Heiratsurkunde

 

Ihre Bewerbung wird gesichtet und nach Abschluss des Feuerwehr Auswahlverfahrens nur dann zurückgesandt, sofern ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt wurde. Bitte beachten Sie dies.

 

Für eine Bewerbung im höheren Dienst der Berufsfeuerwehr sind weitere Voraussetzungen zu beachten. Information hierzu finden Sie unter Feuerwehr Bewerbung höherer Dienst.

 

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